
Torspektakel am Fernsehturm – Die Serie hält!
11 Tore, eine verschlafene Halbzeit und das Spiel noch gedreht! Was kann man sich als Fußballfan mehr wünschen. Tabellenführung mit einem 6:5 Auswärtssieg bei der SG Blaues Wunder bestätigt.
Mann weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Gleich bei den elf Toren? Der ersten Halbzeit, die zum Gruseln war oder der klasse zweiten Hälfte, in der wir das Spiel noch drehen konnten? Am besten ganz vorne, oder…?
„… die erste Halbzeit klar verpennt!“
Anpfiff, erstes Geplänkel im Mittelfeld, Freistoß aus dem rechten Halbfeld und Cuwan B. stochert den Ball im 5m-Raum zum 0:1 (1’) in den Kasten. Ein Mega-Start, der nicht besser hätte laufen können. Das Tor schien aber noch im Tiefschlaf gefallen zu sein (Schlafwandler? 😉), da wir trotz der frühen Führung nicht wirklich aus dem Quark kamen. Viel, sehr viel Abnutzungskampf im Mittelfeld ohne große Offensivaktionen auf beiden Seiten. So lief in etwa die Hälfte der ersten Hälfte.
Bis zur 19. Spielminute. Nach einer Ecke fällt der Ball in unserem Strafraum dem Gegner vor die Füße und der muss nur noch einschieben. Der Ausgleich zum 1:1 (19‘). Ärgerlich da unnötig. Sieben Minuten später die nächste vermeidbare Situation. Freistoß Blaues Wunder, der Ball kann in unserem Strafraum nicht festgemacht werden und landet zum 2:1 (26‘) in unserem Tor. Blaues Wunder machte jetzt auch ein wenig mehr für das Spiel, wir ja noch im Tiefschlaf, was den Zwischenstand durchaus gerecht machte. Unser Versuch jetzt mehr für das Spiel zu machen, endete wenigstens in einem Handelfmeter den Felix L., zum erneuten Ausgleich und 2:2 (38‘), sicher verwandelte.
So ging es aber noch nicht in die Halbzeitpause. Ein wunderschöner Sonntagsschuss, ein blaues Wunder sozusagen, bescherte unserem Gegner einen stolzen Torschützen und die Halbzeitführung. Das 3:2 (40’+1) in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. War aber auch wirklich schick, das Ding!
„…und dann waren sie wach!“
Die zweite Hälfte. Sie musste besser werden. Sollte sie auch. Trainer Thomas Grieger stellte um, wechselte ein wenig durch und ging mit einem klaren Plan in die Herausforderung. Und wach schienen sie jetzt auch. Nach erstem erneutem Kampf im Mittelfeld, den wir jetzt besser gestalten konnten folgten saustarke 7 Spielminuten, die schon beeindruckend waren. Das 3:3 (49‘) durch Mika S. und ein Doppelschlag durch Noah H. (3:4 50‘, 3:5 56‘) brachten die jetzt schön erspielte und völlig gerechte Führung. Ärgerlich nur der erneute Anschlusstreffer aus einem Kuddelmuddel und dem berühmten Nichts zum 4:5 (59‘). Mitten in unsere Drangphase.
Wir blieben aber die treibende Kraft auf dem Platz und generierten weitere gute Möglichkeiten durch u.a. Mika S. (64‘) und Jonas L. (67‘). Aber anstatt die Führung jetzt fest zu machen, nutze der Schiedsrichter die wage Möglichkeit einen äußerst fragwürdigen Foulelfmeter für den Gegner zu geben, der dadurch zu seinem erneuten Ausgleich kam. Das 5:5 (73‘) sieben Minuten vor Spielende. Fragwürdig. Sehr fragwürdig. Und selbst jetzt noch fragwürdig…
Jetzt abfinden mit dem Unentschieden? Den Punkt mitnehmen? Nicht mit uns. Oder gar Felix L.! Der schnappt sich den Ball an der Strafraumgrenze, zieht ab und legt das Ding zum 5:6 Siegtreffer (75’) in die rechte Ecke! Was für ein Tor und sowas von verdient! Hammer! Wir hätten sogar noch einen nachlegen können, wenn der berühmte ‚blaue Acker‘ Noah L. nicht an seinem sicherem Torschuss frei vorm Tor gehindert hätte.
Schlusspfiff!
Somit gehen wir ohne Punktverlust in die Herbstpause und benötigen sicherheitshalber noch zwei Punkte aus zwei Spielen für die mögliche Herbstmeisterschaft. Das wäre doch was, oder?

Aufgrund der Bitte unseres Gegners, der wir selbstverständlich nachkommen, werden wir unsere Tore, in bewegten Bildern, diesmal nicht veröffentlichen.